Akne und Rosazea

Akne

Akne ist weltweit die häufigste Hauterkrankung, welche bei bis zu 95% der 15-18 Jährigen vorkommt;15-30% benötigen eine medizinische Behandlung. Die Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel und bildet sich bevorzugt in talgdrüsenreichen Hautarealen wie Gesicht, Brust und oberer Rücken aus. Es entstehen Komedonen (white und black huts), Papeln, Papulopusteln bis hin zu Abszessen. Bei der Entstehung spielt eine Verhornung der Follikelausgänge, eine Vergrößerung von Talgdrüsen mit Überproduktion von Sebum (Seborrhoe), eine bakterielle Besiedlung mit Propionibacterium acnes sowie eine Stimulation über Androgenrezeptoren und Insulin-Growth Factor 1 eine Rolle. Von Bedeutung ist weiterhin die Ernährung. Eine Kohlenhydrat- und Zuckerreiche Ernährung sowie ein hoher Verbrauch an Milchprodukten (Milich, Kasein, Soja) fördert eine Akne.

Eine Behandlung wird schweregradabhängig topisch und/oder systemisch durchgeführt. Topisch sind es Lösungen, Gele , Fluids oder flüssige Cremes mit Wirkstoffen wie Vitamin A-Säure Abkömmlinge (Retinoide: Tretinoin, Isotretinoin, Adapalen), Benzoylperoxid, Azalainsäure oder antibiotische Substanzen (Clindamycin, Erythromycin, Nadifloxacin). Systemisch stehen Antibiotika zur Kurzzeittherapie zur Verfügung, Isotretinoin als Retinoid sowie Antibabypillen mit Antiandrogenen.

Eine erfolgreiche Aknetherapie geht mit einer Austrocknung/Fettreduktion der Haut einher. Daher ist es wichtig, keine rückfettenden Pflegeprodukte zu verwenden.


Rosazea

Die Rosazea (Couperose, Kupferfinne) tritt bevorzugt bei 40-50 Jährigen hellen Hauttyps im Gesicht auf. Beginn ist eine erhöhte Neigung zu Flush (Rotwerden) sowie persistierende Wangenrötungen durch erweiterte Gefäße (Teleangiektasien). Im Verlauf treten Papeln und Papulopusteln hinzu. Gefäßerweiterende Substanzen wie Heißgetränke, Alkohol, scharfe Gewürze sowie Sonnenstrahlung führen zu einer Intensivierung der Gesichtsröte.

Therapeutisch kommen Sonnenschutz, Metronidazol-, Azalainsäure- sowie Permethrin- und Ivermectin-haltige Gele bzw. Cremes zur Anwendung. Brimonidin-Gel hilft, die reaktiven Flush-artige Gesichtsrötungen temporär zu mildern. Bei stärker ausgeprägter Rosazea kommen sub-antimikrobiell wirkende Doxycyclin-Gaben in Betracht.  


Periorale Dermatitis

Die periorale Dermatitis kann einer Rosazea sehr ähnlich sehen, bildet jedoch keine Gefäßerweiterungen/Teleangiektasien aus. Es handelt sich um eine Entzündung der Tallgdrüsenfollikel durch eine Dauerirritation der Haut. Irritatoren sind u.a. Kosmetika, zu „fette“ Hautpflegeprodukte, übermässige Verwendung von Glukokortikosteroide-haltigen Externa im Gesicht sowie UV-Exposition. Die beste Therapie liegt in einer Vermeidung der Ursache (aktive Nulltherapie). Trotz einem unangenehmen Spannungs- und Trockenheitsgefühls darf die Haut nicht gefettet werden.

Dermatologie Zentrum Braun-Falco DERMATOLOGIE ZENTRUM BRAUN-FALCO Prof. Dr. med. Markus Braun-Falco und Kollegen Nymphenburger Str. 22 80335 München

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