Atopisches Ekzem / Neurodermitis

Das atopische Ekzem gehört  zusammen mit dem allergisch bedingten Heuschnupfen (Rhinoconjunctivitis allergica) und dem allergischen Asthma bronchiale zum Formenkreis der Atopie. Der vom griechischen Wort atopos (fehl am Platz) ableitete Begriff Atopie steht für eine spezielle Art von Überempfindlichkeitsreaktionen auf alltägliche Einwirkungen, Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüsse. Die Neigung zu atopischen Erkrankungen ist genetisch fixiert, das Ausmaß klinischer Erscheinungen von äußeren Faktoren beeinflußt. Erstmanifestation einer Atopie ist häufig ein atopisches Ekzem.

In Europa wird die Häufigkeit einer atopischen Dermatitis bei Vorschulkindern mit bis zu 10-15% angegeben. Während beim Baby Milchschorf am Kopf und münzförmige Ekzemherde am Körper verteilt auftreten, kommt es mit zunehmendem Alter zu den sogenannten „Beugenekzemen“. Atopische Dermatitis geht typischerweise mit Juckreiz und Hauttrockenheit (Sebostase) einher. Es existieren zahlreiche innere (intrinsische) und äußere (extrinsische) Triggerfaktoren, welche ein atopisches Ekzem unterhalten bzw. verschlechtern. Hierzu zählen u.a. bakterielle oder virale Infekte, mikrobielle Fehlbesiedelung der Hautoberfläche, physikalische Einflüsse (z.B. häufiges Waschen, niedrige Luftfeuchtigkeit, Schwitzen, rauhe (Woll-) Stoffe) oder Allergenexpostion beispielsweise gegenüber Hausstaubmilben. Der psychische Stress-Faktor findet bereits in der Bezeichnung „Neurodermitis“ eine besondere Erwähnung.


Als Basistherapie des atopischen Ekzems ist eine Optimierung der äußeren Lebensbedingungen sowie eine längerfristige Hautpflege zu empfehlen. In Abhängigkeit der klinischen Schwere können darüber hinaus eine Creme/Salbenbehandlung mit Glukokortikosteroiden und/oder Calcineurininhibitoren, eine Anti-Juckreiztherapie mit Antihistaminika oder eine UV-Lichttherapie diskutiert werden. In Einzelfällen können zahlreiche weitere Behandlungsmodalitäten angedacht werden wie systemische Immunsuppression, psychosomatische Therapieansätze, autogenes Training, Akkupunktur etc.


Weitere Informationen finden Sie unter zahlreichen Internetseiten beispielsweise bei

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

AWMF Leitlinie Neurodermitis

Deutsches Ärtzeblatt

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Dermatologie Zentrum Braun-Falco DERMATOLOGIE ZENTRUM BRAUN-FALCO Prof. Dr. med. Markus Braun-Falco und Kollegen Nymphenburger Str. 22 80335 München

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