Psoriasis - Schuppenflechte

An Schuppenflechte bzw. Psoriasis leiden ca. 2-3 % der Bevölkerung. Psoriasis ist eine familiär gehäuft auftretende, entzündliche und nicht-infektiöse Hauterkrankung. Einer Neigung zu Psoriasis liegen genetische Faktoren zu Grunde, welche in ihrer Komplexität noch nicht vollständig geklärt sind. Bei der Entzündung spielen T-Zellen und zahlreiche Zytokine (Botenstoffe des Immunsystems) eine wesentliche Rolle. Hierzu zählen IL-12/23, IL-17, TNF-alpha, oder auch zahlreiche andere Faktoren wie IL-8, IFN-alpha, ß-Defensin 2, usw.


Klinisch kommt es zum Auftreten von scharf begrenzten entzündlich geröteten, teils tastbar verdickten Plaques, welche mit einer silbriggrauen Schuppung belegt sind. Typische Orte der Entstehung sind Kopfhaut, Ellbogen, Knie, untere Lendenwirbelsäule, Rima ani (Gesäßfalte) und Nabelregion. In schweren Fällen kann es zu einer Ausbreitung auf den gesamten Stamm kommen. Bei bis zu 50% der Patienten können die Nägel mit gelblichen Verfärbungen (Ölflecke) und Grübchenbildung befallen sein, was wiederum ein erstes Zeichen einer Gelenkbeteiligung sein kann.


Jüngere statistische Erhebungen zeigen auf, dass die Schuppenflechte nicht nur eine reine Hauterkrankung mit möglichem Gelenkbefall darstellt, sondern gehäuft bei Menschen mit metabolischem Syndrom (Fettleibigkeit, Hypertriglyzeridämie, Diabetes mellitus, Bluthochdruck…) auftreten kann.


Die Therapiemöglichkeiten bei Psoriasis sind vielfältig und müssen dem Ausmass der klinischen Erscheinungen angepasst werden. Lokal kann mit Glukokortiokosteroiden und Vitamin D-Abkömmlingen (u.a. Calcipotriol, Calcitriol) auch in Kombination behandelt werden. Wichtig ist hierbei die vorausgehende bzw. zu wiederholende Entfernung der Schuppenauflagerung meist mit 5-10% Salicylvaseline oder anderen keratolytisch wirkenden Mischungen. Sehr gute Ergebnisse lassen sich auch mit einer Reiztherapie durch Cignolin (Dithranol) erreichen.


Bei der Systemtherapie der Psoriasis vergrößert sich das Spektrum an Medikamenten permanent. Zu den wichtigsten zählen Fumarsäurester, Methotrexat, Ciclosporin, der Vitamin A-Säure-Abkömmling Acitretin, die Gruppe der TNF-Blocker (u.a. Infliximab, Adalimumab, Golimumab, Etanercept), das anti-IL12/IL-23 wirksame Ustekinumab, der IL-17A-Inhibitor Secukinumab oder der PDE4 (Phosphodiesterase)-Hemmer Apremilast.


Eine Photolichttherapie bietet eine weitere, häufig auch zusätzlich eingesetzte Behandlungsoption, die das Dermatologie Zentrum Braun-Falco anbieten kann.

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