Hautkrebs - onkologische Dermatologie

Jeder Zelltyp in der Haut kann maligne entarten. Am häufigsten ist der weiße Hautkrebs, am meisten gefürchtet der schwarze Hautkrebs. Darüber hinaus gibt es Tumoren des Bindegewebes wie Dermatofibrosarkome, der Gefäße wie Angiosarkome, der Immunzellen wie kutane Lymphome usw.

Die Onkologische Dermatologie umfasst Präventive Untersuchungen, Diagnose, operative und medikamentöse Therapie sowie Nachsorgeprogramme für Patienten mit bösartigen Hauttumoren.


Weißer Hautkrebs

Als weißen Hautkrebs bezeichnet man zwei Tumorentitäten, das Plattenepithelkarzinom/spinozelluläres Karzinom (SCC) und das Basalzellkarzinom (Basaliom, BCC). Sie gehören mit einer Häufigkeit von 40 und 120 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Jahr zu den am häufigsten auftretenden bösartigen Tumoren überhaupt. Als Hautursache ist bei beiden eine kumulative UV-Exposition zu nennen. Aus diesem Grunde treten sie bevorzugt in Licht-exponierten Hautareal wie Stirn, Nase, Wangen, Ohren und Handrücken auf.


Aktinische Keratosen

Aktinische Keratosen sind Vorstufen von spinozellulären Karzinomen. Sie kommen bei hellem Hauttyp sehr häufig in der zweiten Lebenshälfte vor, man schätzt bei nahezu 100% aller 70-Jährigen. Auch wenn sie biologisch als „in situ“-Karzinom bezeichnet werden, entwickeln sich nur ca. 10% in echte SCC’s. Klinisch sind es umschriebene leichte gerötete rauhe Stellen am Kopf, an denen die rauhe Hornschichte gerne abgekratzt wird und sich nach einigen Tagen wieder neu bildet.

Zur Therapie stehen mehrere „Externa“ mit Wirkstoffen wie Diclofenac, Imiqumod, Ingenolmebutat, 5-Fluoruracil, etc.. Einzelherde können mit Kürette abgetragen oder mit Kältespray behandelt werden. Bei flächiger Ausdehnung bietet sich eine Photolichttherapie (PDT) an. Als Daylight-PDT wurde erst vor kurzem als Lichtquelle das natürliche Sonnenlicht von den Behörden zugelassen, was eine erfreuliche Milderung der ansonsten bei PDT auftretenden Sofortschmerzen mit sich bringt.   


Spinozelluläre Karzinome

Bei Verdacht auf ein spinozelluläres Karinom sollte die Diagnose mittles einer Gewebeprobe gesichert werden und danach eine vollständige operative Entfernung des Herdes mit mikroskopischer Schnittrandkontrolle erfolgen.


Basalzellkarzinome

Basalzellkarzinome wachsen lokal destruierend, aber haben nur ein äußerst geringes Potenzial zu streuen. Man unterscheidet einen knotiges relativ scharf umschriebenes Wachstum von einem sklerodermiformem, welches nur schwer zum Gesunden hin abgrenzbar ist. Gerade bei letzterer ist eine mikroskopisch kontrollierte Schnittrandkontrolle bei der Exzision anzuraten, um Rezidive zu vermeiden.


Malignes Melanom

Der schwarze Hautkrebs ist aggressiver als der weiße. Bereits ab einer Tumordicke von 1 mm verschlechtert sich die Prognose deutlich, weshalb in der Früherkennung die beste Therapie liegt. Das operative Vorgehen ist relativ standartisiert und hängt neben anderen Faktoren vor allem von der Tumordicke ab. Hieraus ergibt sich auch die Frequenz der empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen. Zur Behandlung eines fortgeschrittenen Stadiums sind gerade in den letzten Jahren neue Medikamente zugelassen worden, welche positive Effekte auf den Krankheitsverlauf bewirken. Zu diesen zählen Ipilimumb, BRAF-/MEK- und PD-1 Inhibitoren.



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